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3. Autorenlesung

 

mit Regina Rusch

 

Am 19. Februar 2003 war die Kinderbuchautorin Regina Rusch zu Lesungen in der Münchhofschule Grundschule Hochspeyer.  Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Friedrich- Bödecker-Kreis e.V.

und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Autorenlesung  ist zu allererst Begegnung zwischen Kindern und Autorin. Die Kinder werden aktiv mit einbezogen, können Fragen stellen z.B. zum Bücher-machen und Geschichtenschreiben. Eine Lesung ist nicht reines Konsumieren und Berieseln mit Geschichten, sondern soll die eigene Kreativität der Kinder hervorlocken

Regina Rusch, 1945 in Hamburg geboren, lebt seit 1980 mit ihrer Familie in Frankfurt. 1987 erschien ihr erstes Kinderbücher. Lesereisen gehören zum Leben von Schriftstellern, besonders von Kinderbuchautoren, um ihre jungen Leser zu treffen, ihnen ihre Geschichten und Bücher nahe zu bringen, mit ihnen zu reden und sich von ihnen befragen zu lassen. 

Gut vorbereitet auf die Lesung waren die Schülerinnen und Schüler  aus den 3. und 4. Klassen, die schon Wochen vorher mit einem Buch der Autorin zu lesen begonnen hatten. Den 3. Klassen las Frau Rusch deshalb aus ihrem neuesten Buch vor, das demnächst erst erscheinen wird.

 

 

Selbst noch von 13.00 bis fast 14.30 Uhr saßen die Mädchen und Buben von zwei 4. Klassen  äußerst gespannt und mucksmäuschenstill um die Autorin Regina Rusch.

Diese stand vor einem schwarz abgedeckten Tisch, auf dem Friedhofslichter brannten und hielt eines ihrer „Gruselromane“ in der Hand. Ruhig erzählte Frau Rusch den Schülern von ihrer Heimatstadt Frankfurt/Main, ihrem Wohngebiet am Stadtrand und von einem noch unbebauten Hügelstück, dem Galgenberg, das erst kürzlich in den Bebauungsplan der Stadt aufgenommen worden war. Sie erzählte von Ausgrabungen und Knochenfunden, griff dabei unter den Tisch und holte einen in ein schwarzes Tuch gewickelten Gegenstand hervor.

„Und das ist Elisabeth, die dort am Galgen starb“, sprach sie und wickelte einen Totenschädel aus. Alle Zuhörer hielten die Luft an. Die Spannung löste sich erst, als sich der Totenkopf als Spardose herausstellte.

Jetzt begann die Autorin aus dem Buch „Die Schatten vom Galgenberg“ zu lesen und konnte sicher sein, dass Schüler wie Lehrer gefesselt waren und aufmerksam zuhörten. Geschickt verknüpft Regina Rusch in ihrem Buch reale mögliche Begebenheiten mit Phantasie und geisterhaften Erscheinungen.

 

Am Ende der Stunde hatten die Kinder Gelegenheit viele Fragen an Frau Rusch zu richten, ihr zu erzählen, dass sie dieses und jenes von ihr schon gelesen haben, dass sie selber gerne Geschichten schreiben und ließen sich ihr Buch von der Kinderbuchautorin signieren.   

Leider war der Vormittag mit der Autorenlesung viel zu schnell vorbei.

 

Es bleibt zu hoffen, dass die Schüler durch diese gelungene Darbietung zum Lesen und Erfinden von Geschichten angeregt wurden. Dann hat die Grundschule einen weiteren Schritt zur Lesefreude, zur Förderung der Lesekompetenz , einer Schlüsselkompetenz in der Schule, getan.

 

Dem Förderverein der Grundschule Hochspeyer muss besonderer Dank ausgesprochen werden, denn er hat wieder diese Autorenlesung finanziert.